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	<title>devastating dates &#8211; fragmente</title>
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		<title>(ohne Titel)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 May 2008 23:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[devastating dates]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich tr&#228;ume, da&#223; ich dir ins Gesicht schlage, mit zwei Schritten auf die zugehe und Dir einfach eine runterhaue, voller Wut. Du nimmst den Schlag mit leichtem Trotz, du wei&#223;t, du hast es verdient und kannst doch nicht &#228;ndern, was &#8230; <a href="https://fragmente.me/2008/05/ohne-titel-32/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich tr&auml;ume, da&szlig; ich dir ins Gesicht schlage, mit zwei Schritten auf die zugehe und Dir einfach eine runterhaue, voller Wut. Du nimmst den Schlag mit leichtem Trotz, du wei&szlig;t, du hast es verdient und kannst doch nicht &auml;ndern, was der Grund daf&uuml;r ist. Als du mich mit deinen dunklen Augen ansiehst, legt sich Begehren wie ein sanftes Tuch auf meine Wut: wie sch&ouml;n du bist, kr&auml;ftig und jung, aufrecht wie eine S&auml;ule, und wie du leuchtest, leuchtest. Ich will dich, und ich kann dich nicht haben.</p>
<p>Ich wache auf, stehe auf, mache Kaffee, ziehe mich an, male mir ein Gesicht und schl&uuml;pfe in die, die ich tags&uuml;ber bin. Meine H&auml;nde arbeiten von selbst, alles Routine, w&auml;hend mein Geist noch mit dem Traum besch&auml;ftigt ist. Es scheint einen Ort der wilden Emotionen in mir zu geben, so tief, es bliebe dem Computertomographen verborgen, so tief, man m&uuml;&szlig;te mir das Brustbein aufs&auml;gen, um ranzukommen. Seltsam, ausgerechnet dich dort zu finden, wo ich doch dachte, ich k&ouml;nnte dich abwaschen wie Staub oder Smog. Vielleicht ist es nur ein Bild von dir in meinem Kern, um das nun das Magma meiner Emotionen kocht und brodelt. Wut und Lust verschmelzen, das kommt mir nicht richtig vor, doch jene Instanzen, die urteilen, gibt es nur au&szlig;en, nicht innen. Ich schlie&szlig;e die T&uuml;r und gehe zur Arbeit, und auch mich verschlie&szlig;e ich, so gut ich kann.</p>
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		<title>Mut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[devastating dates]]></category>
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					<description><![CDATA[Unvermittelt legt er die Karten auf den Tisch. Es ist unsere zweite Chance. Wir waren essen, sind durch die Stra&#223;en gestreift, haben einen Zwischenstop in einem dreckigen Hinterhof eingelegt und sitzen nun in einer Bar. Er schaut mich an, seine &#8230; <a href="https://fragmente.me/2008/04/mut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unvermittelt legt er die Karten auf den Tisch. Es ist unsere zweite Chance. Wir waren essen, sind durch die Stra&szlig;en gestreift, haben einen Zwischenstop in einem dreckigen Hinterhof eingelegt und sitzen nun in einer Bar. <br />
Er schaut mich an, seine Augen dunkel, und sagt: <i>wir k&ouml;nnen nicht zusammen sein.</i></p>
<p>Ich will austrinken, aufstehen, gehen. Frage dann doch <i> warum? </i> Es ist mir unerkl&auml;rlich. &#8222;Willst du nicht&#8220;, frage ich, &#8222;oder kannst du nicht?&#8220;<br />
Er spricht von Selbstzweifeln, von seiner Sorge, Konflikten nicht gewachsen zu sein. Von der Schwierigkeit, tragf&auml;hige Kontakte zu anderen Menschen aufzubauen. Er will alles richtig machen.<br />
&#8222;Alles beginnt mit dem ersten Schritt&#8220;, meine ich. &#8222;Jetzt klingst du wie ein Kalenderblatt&#8220;, meint er. Er spricht von einem Abgrund, der uns trennt und den er nicht &uuml;berbr&uuml;cken kann. &#8222;Was ist mit der Br&uuml;cke, die ich dir gebaut habe?&#8220;, frage ich. &#8222;Metaphern helfen uns nicht weiter&#8220;, sagt er. <br />
Immer wieder bedeckt er die Augen mit seiner Hand, massiert seine Stirn, grinst, um die Tr&auml;nen zu unterdr&uuml;cken. Es ist nicht einfach f&uuml;r ihn. Es ist auch nicht einfach f&uuml;r mich.  Eine Stunde sp&auml;ter verstehe ich immer noch nicht, was ihn aufh&auml;lt, was er bef&uuml;rchtet. Es ist so viel N&auml;he zwischen uns, so viel Intimit&auml;t in unseren Worten, mehr als wenn wir nackt w&auml;ren. Und dennoch entsagt er mir lieber, als die Zweisamkeit zu versuchen. Straft sich, straft mich.</p>
<p>Er begleitet mich ein St&uuml;ck auf meinem Nachhauseweg. Ich f&uuml;hle mich ausgelaugt und gleichsam aufgekratzt. Schwarzer Humor hat sich eingeschlichen, und wir m&uuml;ssen beide ein wenig lachen, weil das alles so absurd ist, grotesk, tragisch.<br />
Zum Abschied nimmt er mich sanft und leicht in die Arme, einen Bruchteil eines Augenblickes nur. Etwas klickt, wie zwei Teile, die zueinander passen. Als er sich von mir l&ouml;st, tut es so weh, da&szlig; ich es kaum aushalten kann.</p>
<p>[keine Kommentare]</p>
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