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	<title>sweetness &#8211; fragmente</title>
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		<title>inkonsequent</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2005 01:03:14 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Statt Schlu&szlig;strich: zweite Runde.</p>
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		<title>sch&#246;n geworden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2005 01:33:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sweetness]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieses Mal hatte ich weniger Angst, da&#223; ich ihm nicht gefallen k&#246;nnte, dieses Mal hatte ich Angst davor, da&#223; er mir nicht gef&#228;llt. Ob es doch nur der Zauber einer Nacht war, die Illusion eines Chatprogramms? Das erotische Empfinden einer &#8230; <a href="https://fragmente.me/2005/08/schn-geworden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Mal hatte ich weniger Angst, da&szlig; ich ihm nicht gefallen k&ouml;nnte, dieses Mal hatte ich Angst davor, da&szlig; er mir nicht gef&auml;llt. Ob es doch nur der Zauber einer Nacht war, die Illusion eines Chatprogramms? Das erotische Empfinden einer Frau ist fragil wie ein deutscher Sommer, der Fl&uuml;gelschlag eines Schmetterlings, die falschen Schuhe, ein falsches Wort, dahin.<br />
Abends ist der Bahnhof noch immer belebt, ich stehe neben einer Gruppe von Weltjugendtagsj&uuml;ngern und bin ziemlich sauer und ein wenig nerv&ouml;s. Ich hasse den sch&auml;bigen, dreckigen Bahnhof, ich hasse das Warten. Dann sehe ich ihn, daumennagelgro&szlig;, am Ende des Geb&auml;udes, in eine falsche Richtung gehend. Ich laufe ihm entgegen, bin ganz ger&uuml;hrt von diesem Moment des Wiedererkennens und da&szlig; ich sofort gewu&szlig;t habe: das ist er. Er nimmt mich in die Arme, sein Bauch ist weich und warm und f&uuml;hlt sich klasse an, er riecht fantastisch und alles ist gut.</p>
<p>Ich bin &uuml;berrascht, wie gut wir miteinander harmonieren. Wie gut wir nebeneinander, miteinander schlafen k&ouml;nnen. Wie angenehm ich ihn empfinde, wie leicht es f&auml;llt, es ihm recht zu machen, und da&szlig; er es zu sch&auml;tzen wei&szlig;. Wir fr&uuml;hst&uuml;cken auf dem sonnendurchfluteten Balkon; gehen wieder ins Bett und dann in die Stadt, Hand in Hand. Am Sch&ouml;nsten ist es, als wir zusammen in einen gro&szlig;en Buchladen gehen, die Regale durchst&ouml;bern, einen Kaffee trinken und einander die Beute zeigen. <br />
Ich mag seinen K&ouml;rper, seine W&auml;rme, wie er mir unerm&uuml;dlich &uuml;ber den R&uuml;cken streicht und sp&auml;ter seine Finger tief in mein weiches Fleisch gr&auml;bt. </p>
<p>Die Zeit ist abgelaufen. Ich bringe ihn zum Gleis und wei&szlig;, ich mu&szlig; gehen, ohne mich umzudrehen. Ich hasse den Bahnhof. Das Bett wird noch ein paar Tage nach ihm riechen. </p>
<p>Ich ziehe mir den Mantel meines Alltags wieder an. Bin gelassener geworden, entspannter. Und um eine Erkenntnis reicher: da&szlig; es m&ouml;glich ist, da&szlig; es Platz gibt in meinem Leben f&uuml;r jemand anderen, und da&szlig; dieser Platz einzunehmen ist ohne M&uuml;he.<br />
Ein kleiner Kater bleibt.  <a href="http://av.antville.org/">der</a> schrieb:</p>
<p><i>Equilibriumstheorie wieder best&auml;tigt: die Menge an verf&uuml;gbarem Wohlbefinden &uuml;ber eine gewisse Zeit ist konstant, <a href="http://av.antville.org/stories/1128865/">Vorauszahlungen</a> werden &uuml;ber Unwohlsein beglichen.</i></p>
<p>Aber aufzupassen, da&szlig; es mir nicht zu gut geht, darauf habe ich nun wirklich keine Lust.</p>
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		<title>Schreib dar&#252;ber, sagst Du.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2005 00:43:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[sweetness]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stapfe &uuml;ber die Warschauer Br&uuml;cke, die H&auml;nde in den Taschen. Es ist kalt, nachts um halb drei, aber immer noch belebt. Ich schlucke die Tr&auml;nen runter, die entgegenkommenden Menschen sollen mich nicht heulen sehen. Warum hast Du mich nicht angefasst, den Arm um mich gelegt, wenigstens? Ich habe Dir die Stadt gezeigt bei Nacht, wir haben Cocktails getrunken und den Z&uuml;gen nachgeschaut. Einmal habe ich Deine Hand ber&uuml;hrt und gleich gemerkt, es ist Dir unangenehm. Jetzt bin ich wie ein Kind, w&uuml;tend und frustriert.<br />
Es ist ein Fehler in mir, denke ich. Wie ein Webfehler in einem Teppich, immer bleibt man mit dem Finger daran h&auml;ngen und kann es nicht mehr berichtigen.<br />
Ich soll nicht immer alle Schuld bei mir suchen; mir nicht immer Vorw&uuml;rfe machen, hat mir mal jemand gesagt. Jetzt erst begreife ich, was es damit auf sich hat: wenn ich alles Falsche in mir vermute, dann nehme ich dem anderen das Recht, seine eigenen Gr&uuml;nde zu haben. Gr&uuml;nde, die mir verborgen bleiben.</p>
<p>***</p>
<p>Du sitzt in meinem wei&szlig;en Sessel. Du hast mich nach Hause gebracht, hast Dich nicht davon abbringen lassen, ich verstehe nicht, warum, oder was anders ist als in der Nacht, in der Du mich allein hast gehen lassen. Du hast Dir Mut angetrunken, das mag ich nicht. Ich lasse Dich unliebsame Hausarbeiten machen, mitten in der Nacht, und Du erledigst sie mit so viel Freude, als g&auml;be es nichts sch&ouml;neres f&uuml;r Dich, als mir zu gefallen. Es w&auml;rmt mir das Herz.<br />
&#8222;Willst Du hier schlafen?&#8220;, frage ich Dich im Vor&uuml;bergehen und verschwinde in der K&uuml;che; Dein verbl&uuml;fftes Gesicht im Augenwinkel. Als ich zur&uuml;ckkomme, habe ich einen Spruch auf den Lippen, der uns beiden einen R&uuml;ckzug ohne Gesichtsverlust erm&ouml;glicht, aber Du ziehst mich einfach zu Dir, greifst nach mir, l&auml;sst mich nicht mehr los und k&uuml;sst mich, k&uuml;sst mich.</p>
<p>***</p>
<p>Nacht. Morgengrauen. Morgen. Vormittag. Mittag. Fr&uuml;her Nachmittag.<br />
Leidenschaft. Sex. Ekstase. Knutschen. L&ouml;ffeln. Umarmen. Streicheln. D&ouml;sen. Reden. Z&auml;rtlichkeit. Sex. Schwei&szlig;. Rumschreien. L&ouml;ffeln. Lachen. D&ouml;sen. Reden. Umarmen. Z&auml;rtlichkeit.</p>
<p>***</p>
<p>Es ist nicht der Sex, der bleibt. Es ist das Gef&uuml;hl, umarmt zu werden, festgehalten, die Z&auml;rtlichkeiten. Ich sei wohl sehr verletzt worden, schrieb mir ein Leser; ich habe dar&uuml;ber nachgedacht, aber konnte keine Wunde benennen. Anderen ist Schlimmeres widerfahren. Und doch f&auml;ngt etwas in mir an zu heilen, in diesem Bett, mit Dir. Du bist sehr gut zu mir. <br />
Auch in meinem Kopf r&uuml;ckt etwas gerade. Ich dachte, mein Leben w&auml;re wie der Sternenhimmel, immer gleiche Sternbilder, Jahr ein, Jahr aus, und mir bliebe nichts, als sie zu beobachten, wissend, welchen Verlauf sie nehmen. Aber unsere Geschichte war nicht, wie sonst &uuml;blich, nach dem ersten Absatz zu Ende. Sie hat mich &uuml;berrascht; es kam anders als gedacht. Du hast mich &uuml;berrascht; unter Deinen Kleidern kam zum Vorschein, was ich nicht vermutet h&auml;tte. Das Leben hat mich &uuml;berrascht, es ist viel gr&ouml;&szlig;er, wilder, unerforschter als in meinen Berechnungen.</p>
<p>***</p>
<p>Wie wird es nun weitergehen? <br />
Wir wissen es nicht.</p>
<p>[keine Kommentare]</p>
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