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	<title>Weihnachten! &#8211; fragmente</title>
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		<title>Nachtrag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 01:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten!]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Haus ist verkauft. Ich laufe durch die leeren R&#228;ume und sp&#252;re&#8230; nicht viel. Es hat keine Signifikanz f&#252;r mich. Zuhause ist anderswo: in meiner Erinnerung, in meinen Texten, auf den dunkelroten Kissen meines Bettes, im Nachmittagstee, den meine Mutter &#8230; <a href="https://fragmente.me/2009/01/nachtrag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Haus ist verkauft. Ich laufe durch die leeren R&auml;ume und sp&uuml;re&#8230; nicht viel. Es hat keine Signifikanz f&uuml;r mich. Zuhause ist anderswo: in meiner Erinnerung, in meinen Texten, auf den dunkelroten Kissen meines Bettes, im Nachmittagstee, den meine Mutter aufgie&szlig;t.</p>
<p>Weihnachten 2008 habe ich haupts&auml;chlich Bauschutt ger&auml;umt, mit dem mein Vater vor Jahren oder Jahrzehnten den Schuppen abgedichtet hatte. Ich bin jetzt st&auml;rker als er. Ich wei&szlig; nicht, was passiert ist, mit mir, mit uns, aber es war wirklich sch&ouml;n, dieses schr&auml;ge Weihnachten. Es hilft, das ich &uuml;ber vieles hinwegblicken kann, weil ich &#8211; und das ist das wirklich &uuml;berraschende &#8211; verwurzelter in mir selbst bin, souver&auml;ner.<br />
Schade, da&szlig; meine Schwester, die auf die vierzig zugeht, innerlich ein Teenager zu sein scheint. Sie terrorisiert meine Eltern mit einem Brief voller Anschuldigungen nach fast einem Jahr trotzigem Schweigens. <br />
Dabei ist die Zeit so knapp, die man noch gemeinsam hat: vielleicht noch zehn Jahre, eher keine zwanzig.</p>
<p>Als ich wegfahre, winken mir die beiden nach, und werden im R&uuml;ckspiegel immer kleiner.</p>
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		<title>an meine Schwester</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 02:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten!]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind drei, aber eigentlich sind wir vier. Du fehlst, Schwester, und Dein Fehlen f&#252;llt den Raum. In jeder Familie gibt es Dinge, &#252;ber die nicht geredet wird. In jeder Familie gibt es Dinge, &#252;ber die immer wieder und nahezu &#8230; <a href="https://fragmente.me/2008/01/an-meine-schwester/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind drei, aber eigentlich sind wir vier. Du fehlst, Schwester, und Dein Fehlen f&uuml;llt den Raum.<br />
In jeder Familie gibt es Dinge, &uuml;ber die nicht geredet wird. In jeder Familie gibt es Dinge, &uuml;ber die immer wieder und nahezu endlos geredet wird, ohne je zu einem Ergebnis zu kommen. Wir reden &uuml;ber Dich, Schwester. Meine Mutter z&auml;hlt all die Gelegenheiten auf, an denen Du sie entt&auml;uscht hast, mein Vater nickt und ich wei&szlig; nicht, zu wem ich halten soll, zu ihnen oder zu Dir, und vergesse dar&uuml;ber einmal mehr, wo eigentlich mein eigener Standpunkt ist.<br />
Wieviel Macht Du hast, Schwester, obwohl oder gerade weil Dir alles egal ist. Selbst auf das Verh&auml;ltnis zwischen unseren Eltern und mir hast Du Einflu&szlig;: manchmal scheren sie uns beide &uuml;ber einen Kamm und ich mu&szlig; mir die Kritik anh&ouml;ren, die eigentlich f&uuml;r Dich bestimmt ist. <br />
Diesmal bist nur Du das schwarze Schaf, und ich leuchte hell im Vergleich. Auch irgendwie unbefriedigend.</p>
<p>Ich habe von Dir gelernt, Schwester. Mir sind zunehmend Dinge egal, ich bin dem Zirkus m&uuml;de. <i>In diesem Jahr bist Du deutlich gelassener geworden, </i>sagt Ruth. So k&ouml;nnte man es auch formulieren. <br />
Die drei Kritikpunkte, die unsere Eltern sonst f&uuml;r mich reserviert haben, hei&szlig;en: zu dick, berufliche Stagnation, Partnerlosigkeit. Also habe ich mir drei S&auml;tze zurechtgelegt, um der Kritik zu begegnen. <i> Ich mag mich, wie ich bin, vielleicht k&ouml;nnte dir das auch gelingen, </i> war einer davon. Bei Konversationen &uuml;ber meinen Beruf spielte ich einen Seemann auf einer langen Schiffsreise, der nicht wei&szlig;, wann, aber doch sicher, da&szlig; er sein Ziel erreicht. Unsere Mutter hat schon mal Schmuck testamentarisch verteilt. <i> Der Armreif pa&szlig;t mir nicht, </i> sagte ich, <i> aber ich w&uuml;rde ihn gerne behalten, um ihn weiterzuvererben. </i><br />
Und so hatten wir ein harmonisches, freudvolles Weihnachten ohne Dich und ohne verbales Einpr&uuml;geln auf mich. Vielleicht spiegeln mir unsere Eltern nur die Kritik, die ich an mir selbst &uuml;be, und meinen es nur gut. <br />
Unser Vater ist alt geworden, Schwester, und wenn ich Dir einen Rat geben kann&#8230; ich jedenfalls habe Zeit mit ihm verbracht &#8211; bewu&szlig;t, spannend, genu&szlig;voll. </p>
<p>Seit einigen Jahren haben unsere Eltern und ich ein kleines Ritual: wir sitzen an einem der Weihnachtsfeiertage in einem Restaurant und kommen in unserem Gespr&auml;ch an einen Punkt, der mich zum heulen bringt. Normalerweise handelt es sich dabei um Kritik an mir, aber wie gesagt, 2007 ist das Jahr, in dem ich mich nicht mehr so ernst nehme, in dem mir mehr Dinge egal sind, also wars dieses Jahr was anderes, da&szlig; mich zum heulen gebracht hat.<br />
In jeder Familie gibt es Dinge, &uuml;ber die nicht geredet wird. In unserer Familie ist das eine Geschichte, die man in sehr wenigen oder in sehr vielen S&auml;tzen erz&auml;hlen k&ouml;nnte und die die meisten Menschen wahrscheinlich nicht nachvollziehen k&ouml;nnen&#8230; ich machs jetzt mal kurz: wir hatten ein Pferd, dessen Mutter kurz nach seiner Geburt gestorben war und das wir mit der Flasche aufgezogen haben. Als das Pferd vier war, als ich siebzehn war und Du, Schwester, vierundzwanzig, hat sich das Pferd in Deinem und in meinem Beisein das Genick gebrochen.  <br />
Jedenfalls, unsere Eltern und ich sitzen da in der Gastst&auml;tte Krone, das Essen ist gerade gekommen und ich l&ouml;ffle Sp&auml;tzle auf meinen Teller, da sagt unsere Mutter pl&ouml;tzlich, da&szlig; ihr nach all den Jahren die Sache mit  I., dem Pferd, doch immer noch nahe geht, da&szlig; sie manchmal nachts im Bett liegt und es brennt in ihr.<br />
Und ich bin v&ouml;llig perplex, weil wir dar&uuml;ber sonst wirklich nicht reden, und meine Nase wird rot und ich habe M&uuml;he, die Tr&auml;nen zur&uuml;ckzuhalten. Ich mag nicht in der &Ouml;ffentlichkeit heulen.<br />
Jedenfalls f&uuml;hrt unsere Mutter in allen qualvollen Details, die ich echt erfolgreich verdr&auml;ngt habe, aus, wie das damals war, und einer ihrer Halbs&auml;tze lautete, da&szlig; Du, Schwester, an jedem Nachmittag <i>entgegen alle Abmachungen gehandelt </i>h&auml;ttest. <br />
Ich habe zu viel vergessen von diesen Nachmittag, und letztendlich war es ganz einfach ein Ungl&uuml;cksfall, aber manchmal denke ich, da&szlig; nicht nur der Wirbel gebrochen ist, der dieses Pferd im Leben gehalten hat, sondern auch etwas zwischen Dir und mir und Dir und uns dreien.<br />
Und nat&uuml;rlich etwas in mir, weil ich verloren habe, was ich geliebt habe &#8211; wohl zum ersten, sicher nicht zum letzten Mal in meinem Leben. Ich will mich nicht beklagen, ich wei&szlig;, das geht allen so, das Leben ist eben ein dynamischer Proze&szlig;. <i> Loslassen </i> nennen das die Psychologen und Esoteriker, dabei wird eigentlich etwas aus einem herausgerissen. Ich beneide Dich, Schwester, weil die Sensibilit&auml;t nicht gleichm&auml;&szlig;ig zwischen uns verteilt wurde: Du hast eine dicke Haut, ich eine d&uuml;nne. Du hast es besser.</p>
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		<title>Notizen aus Outloggistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Sep 2007 00:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten!]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8211; ich mu&#223;te kotzen. Acht Mal. &#8211; Gro&#223;teil der Woche lag ich malad und mit saurem Reflux im Bett. &#8211; ich habe mir schon mal ein paar Gedanken &#252;ber Weihnachten gemacht! &#8211; will ich dieses Jahr mal eine Nordmanntanne? Die &#8230; <a href="https://fragmente.me/2007/09/notizen-aus-outloggistan/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8211; ich mu&szlig;te kotzen. Acht Mal. <br />
&#8211; Gro&szlig;teil der Woche lag ich malad und mit saurem Reflux im Bett.<br />
&#8211; ich habe mir schon mal ein paar Gedanken &uuml;ber Weihnachten gemacht!<br />
&#8211; will ich dieses Jahr mal eine Nordmanntanne? Die klassische Rotfichte, die ich eigentlich bevorzuge, nadelt echt heftig.<br />
&#8211; ich finde heute noch Tannennadeln von dem Weihnachtsbaum von 2005 unter meinem Schreibtisch.<br />
&#8211; wie jedes Jahr keimt auch dieses Jahr in mir der Wunsch, Weihnachten mal nicht bei meinen Eltern zu verbringen.<br />
&#8211; im Weblog nachgeschaut: die letzten drei Weihnachten mit meiner Familie waren eine Qual.<br />
&#8211; im Weblog steht leider auch eine sehr gute Begr&uuml;ndung, warum ich mich daf&uuml;r entschieden habe, Weihnachten mit meinen Eltern zu verbringen.<br />
&#8211; dennoch g&ouml;nne ich mir den Luxus der Illusion, dieses Weihnachten vielleicht mit Ruth zu verbringen.<br />
&#8211; dieses Jahr habe ich viele gute Ideen, was ich verschenken werde.<br />
&#8211; ich freu&#8216; mich schon.</p>
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		<title>Ticker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2006 09:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten!]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern schlapp gef&#252;hlt, fr&#252;h ins Bett, und aus Alptr&#228;umen aufgewacht: Halsschmerzen, beginnende Seitenstrang-Angina. Ich lese am Samstag, egal wie es mir geht, notfalls stelle ich die Texte pantomimisch dar. +++ So&#8217;n bisschen Schi&#223; vor der Lesung habe ich ja schon. &#8230; <a href="https://fragmente.me/2006/10/ticker/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern schlapp gef&uuml;hlt, fr&uuml;h ins Bett, und aus Alptr&auml;umen aufgewacht: Halsschmerzen, beginnende Seitenstrang-Angina.  <br />
Ich lese am Samstag, egal wie es mir geht, notfalls stelle ich die Texte pantomimisch dar.</p>
<p>+++</p>
<p>So&#8217;n bisschen Schi&szlig; vor der Lesung habe ich ja schon. (Meinem Unterbewu&szlig;tsein werden aber auch so miese Tricks wie jetzt mit &#8217;ner Seitenstrangangina anzukommen, nichts helfen. Ich lese.)<br />
Wie immer nehme ich alles sehr wichtig und sehr ernst, das kann ich nunmal nicht &auml;ndern. Pers&ouml;nlichkeit. Es w&uuml;rde mich also treffen, wenn die Lesung in die Hose geht, und ich mache mir ein wenig Sorgen, weil ich nicht wei&szlig;, ob McWinkel und ich das gleiche Zielpublikum haben. <br />
Andererseits bin ich von den drei Texten, die ich lesen werde, &uuml;berzeugt. Das sind gute Texte, gute Geschichten.</p>
<p>+++</p>
<p>Die Zeit ist ein wenig knapp. Mein Nachbar Ali hat mal wieder f&uuml;r eine Geschichte gesorgt. Au&szlig;erdem gibt es <i>jetzt schon</i> Familienstre&szlig; wegen Weihnachten. Dabei war das doch gerade eben erst.</p>
<p>+++</p>
<p>Sie wollen mal wieder was gutes lesen?<br />
<a href="http://bomec.blogger.de/stories/588607/">Ein Schildkr&ouml;tenleben.</a> [via <a href="http://smartass.blogger.de/">Frau Klugscheisser.</a>]</p>
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		<title>(ohne Titel)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2006 22:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten!]]></category>
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					<description><![CDATA[Ruth ruft an. Wir haben uns mehr als ein Jahr nicht gesprochen. Doch unser Band war nie v&#246;llig durchtrennt: eine SMS zum Geburtstag, eine Karte zu Weihnachten. Ich denke an sie, sie denkt an mich. Wir erz&#228;hlen uns ein Jahr &#8230; <a href="https://fragmente.me/2006/01/ohne-titel-63/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fragmente.twoday.net/stories/367658/">Ruth </a>ruft an. Wir haben uns mehr als ein Jahr nicht gesprochen. Doch unser Band war nie v&ouml;llig durchtrennt: eine SMS zum Geburtstag, eine Karte zu Weihnachten. Ich denke an sie, sie denkt an mich. <br />
Wir erz&auml;hlen uns ein Jahr in einer Stunde und finden schnell, was uns verbindet.  <i>She&#8217;s got an elegant mind. </i>Ich liebe das an ihr. <br />
Nach dem Schmuddelblogger fragt sie: damals Anla&szlig;, aber nicht Grund f&uuml;r unsere Differenzen. Der Schmuddelblogger, Randnotiz in meinem Leben, Ruth aber, immer ein Teil davon. Und nat&uuml;rlich hatte sie recht, aber trotzdem mu&szlig;te ich tun, was ich tun mu&szlig;te. Alle Fehler sind notwenige Schritte auf dem Weg zu etwas richtigem. </p>
<p>Ich lege auf und bin ganz aufgekratzt, st&ouml;bere in alten Ordnern, in Erinnerungen. Ich gehe viel zu sp&auml;t ins Bett und tr&auml;ume, ich k&ouml;nnte fliegen,  lasse mich schwerelos von Luftstr&ouml;mungen tragen.</p>
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		<title>Weihnachten 2005 &#8211; R&#252;ckblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2006 02:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten!]]></category>
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					<description><![CDATA[Anreise 23.12., abends. 24.12. morgens: total gefetzt mit meiner Mutter. Grund: Telefongespr&#228;ch mit meiner Schwester. Schwester beklagt sich &#252;ber ihren Job. Meine Mutter gibt ihr Ratschl&#228;ge, anstatt ihr einfach zuzuh&#246;ren. Sie macht also mit meiner Schwester genau das, was meine &#8230; <a href="https://fragmente.me/2006/01/weihnachten-2005-rckblick/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anreise 23.12., abends.</p>
<p>24.12. morgens: total gefetzt  mit meiner Mutter.<br />
Grund: Telefongespr&auml;ch mit meiner Schwester. Schwester beklagt sich &uuml;ber ihren Job. Meine Mutter gibt ihr Ratschl&auml;ge, anstatt ihr einfach zuzuh&ouml;ren. Sie  macht also mit meiner Schwester genau das, was meine Schwester mit mir macht und was mich total auf die Palme bringt. <br />
Ich sage das meiner Mutter, und auch, da&szlig; ich das nicht gut finde; darauf entgegnet meine Mutter, sie h&auml;tte sich lange genug ihren T&ouml;chtern gegen&uuml;ber zur&uuml;ckgehalten und damit sei jetzt Schlu&szlig;, jetzt sage sie ungeschminkt, was sie denke. Mein Argument, da&szlig; man Menschen nicht ver&auml;ndern k&ouml;nne, l&auml;&szlig;t sie nicht gelten. Ich wei&szlig;, was gleich kommt: Sippenhaft f&uuml;r meine Schwester und mich, d.h. meine Mutter ist eigentlich auf die Schwester sauer, aber ich werds mal wieder abbekommen.<br />
&#8222;Ich geh dann mal raus!&#8220;, sage ich, total sauer und kurz vor einem innerlichen Taxibestellen &#8211; <i>ichfahrsofortwieder</i>.</p>
<p>Drau&szlig;en baut mein Vater gerade den Gartenzaun ab, weil bald ein Baum im Vorgarten gef&auml;llt werden soll. Er l&auml;&szlig;t mich mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Winkelschleifer">Flex</a> angerostete Schrauben durchtrennen. Ich genie&szlig;e, da&szlig; er mich lobt, niemand lobt mich so wie mein Vater. Er freut sich, da&szlig; er eine Tochter hat, die flexen kann. </p>
<p>Der Rest der Feiertage verl&auml;uft ohne weitere Streitigkeiten.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Weihnachten 2005</title>
		<link>https://fragmente.me/2005/11/weihnachten-2005/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2005 02:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten!]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Drama in mehreren Akten. 1. Akt: September. Frau Fragmente glaubt, sie sei ganz besonders schlau. Die Eltern sind zu Besuch, das Weihnachtsthema wird angeschnitten und Frau F. verk&#252;ndet, dieses Jahr Weihnachten nicht nach Hause zu kommen (daf&#252;r aber &#252;ber &#8230; <a href="https://fragmente.me/2005/11/weihnachten-2005/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Ein Drama in mehreren Akten.</i></p>
<p><i>1. Akt: </i> <b>September</b>. Frau Fragmente glaubt, sie sei ganz besonders schlau. Die Eltern sind zu Besuch, das Weihnachtsthema wird angeschnitten und Frau F. verk&uuml;ndet, dieses Jahr Weihnachten nicht nach Hause zu kommen (daf&uuml;r aber &uuml;ber Silverster). </p>
<p><i>2. Akt:</i> <b>September bis Oktober</b> Frau Fragmente hat ein schlechtes Gewissen. </p>
<p><i>3. Akt:</i><b> Ende Oktober</b> Frau Fragmente trifft sich mit ihrer Schwester. Die Schwester regt an, ob die Eltern &amp; Frau F. nicht zu Weihnachten in die schwesterliche N&auml;he kommen wollen, denn die Schwester k&ouml;nne nicht weg und so k&ouml;nnten wir &#8222;Weihnachten zusammen sein&#8220;. (Die Schwester lebt im Osten, die Eltern leben im S&uuml;den, Frau F. lebt im Westen.) Frau F. ist entz&uuml;ckt und wirft sofort das Internet an, um nette Hotels/ Kurorte / Unesco Weltkulturerbe in schwesterlicher N&auml;he zu finden, wo die Familie Weihnachten verbringen k&ouml;nnte.</p>
<p><i>4. Akt:</i> <b>Mitte November.</b>  Frau F. besucht die Eltern, Schwester samt schwesterlichen Ehegatten sind auch da. Alle f&uuml;nf plus schwesterlicher Hund sitzen im schw&auml;bischen in einer &ouml;kologischer Landbau/ Demeter/ Vollwert/ Lesben-Gastst&auml;tte. (Es schmeckt vorz&uuml;glich). Das Thema &#8222;Weihnachten 2005&#8220; kommt auf den Tisch. Frau F. legt treuherzig einen Stapel ausgedruckter Weihnachtsarrangements auf den Tisch. Die F&uuml;rs und Widers werden diskutert. Meine Mutter ist schwer gereizt ob des Weihnachtsthemas. Als ich erw&auml;hne, da&szlig; sie (wie die meisten aus unserem Genpool) zu Weihnachten immer etwas schwerm&uuml;tig wird, streitet sie das heftig ab. Die ganze Sache l&auml;uft total schief, und ich verstehe mal wieder nicht, was los ist. Meine Schwester hat sich &uuml;ber meine Eltern in einer anderen Sache ge&auml;rgert und macht sich dar&uuml;ber in unangemessener Weise (n&auml;mlich: Sarkasmus) Luft. Ich bin erst zweieinhalb Stunden wieder zuhause und m&ouml;chte am liebsten sofort wieder gehen. Und wenn ich eines hasse, dann Konflikte, die beim Essen ausgetragen werden. Ich starre auf meine Sp&auml;tzle. Ich bin wieder zw&ouml;lf Jahre alt. </p>
<p>Abends bezieht mir meine Mutter mein Bett, ich nehme sie zur Seite und spreche nochmals &#8222;Weihnachten 2005&#8220; an. Die Mutter ist sauer, und unter ihrem &Auml;rger verletzt, vielleicht w&uuml;nscht sie sich manchmal eine andere Familie, andere T&ouml;chter. Ich wollte nie andere Eltern, auch nicht, als sie wieder mit dieser gro&szlig;en, alten Ungerechtigkeit kommt, die es gibt, seit es mich gibt: die Sippenhaft der T&ouml;chter, dieses Vermischen von &Auml;rger auf meine Schwester und mich. Meine Mutter will T&ouml;chter, die freudig und freiwillig an Weihnachten nach Hause kommen. Sie will keine Tochter, die nach Hause kommt, um es ihr recht zu machen. Wir wissen aber beide, da&szlig; es irgendwie bl&ouml;d w&auml;re, wenn wir Weihnachten nicht gemeinsam verbringen w&uuml;rden. &#8222;Familie&#8220;, sage ich, &#8222;Familie funktioniert nicht einfach so, da mu&szlig; man auch mal was tun daf&uuml;r&#8220;. Damit sage ich nicht, was sie h&ouml;ren m&ouml;chte. Ich will doch nur, da&szlig; es ihr gut geht, da&szlig; sie sich wohl f&uuml;hlt, da&szlig; sie zufrieden ist mit mir als Tochter, denke ich trotzig. <br />
Die Mutter l&auml;&szlig;t noch ein paar Spitzen los &uuml;ber Weihnachten 2004, das wir in einem edlen Hotel verbrachten. Leider mu&szlig;te ich beim Weihnachtsb&uuml;ffett beinahe heulen wegen der Schwierigkeiten, die meine Eltern und ich zu dieser Zeit miteinander hatten. &#8222;Und was das gekostet hat!&#8220;, sagt sie, und meint, ich h&auml;tte es nicht zu sch&auml;tzen gewu&szlig;t. </p>
<p><i>5. Akt:</i> <b>wenig sp&auml;ter</b> Meine Schwester, ach, meine Schwester. Das gro&szlig;e logistische Problem besteht darin, da&szlig; der schwesterliche Ehemann, seines Zeichens Workaholic, &uuml;ber Weihnachten kaum bis gar nicht frei bekommt, plus Kinder aus erster Ehe, plus seiner Eltern. Meine Schwester will Weihnachten mit unseren Eltern UND mit ihren Ehegatten feiern. Dies geht rein technisch in einer Welt ohne Beamen nur, wenn Opfer gebracht werden, aber meine Schwester will nicht diejenige sein, die Opfer bringt. Ich, ganz Opferlamm, bin zu allem bereit, aber meine Eltern haben die Schauze voll.</p>
<p>Meine Mutter schl&auml;gt &#8222;Weihnachten 2005&#8220; im S&uuml;den ohne die Schwester vor. Ich buche lieber noch keine Bahntickets. Es k&ouml;nnte noch der eine oder andere Akt folgen. <br />
(Robert Smith w&uuml;nscht sich immer <i>love, peace and happiness</i> zu Weihnachten.)</p>
]]></content:encoded>
					
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