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	<title>Verletzungscontent &#8211; fragmente</title>
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		<title>h&#246;ren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 09:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[1. Ich gehe dann doch mal zum Arzt. Seit Freitag h&#246;re ich auf dem einen Ohr nichts mehr, es sabbert, ist geschwollen und wird nicht besser. &#8222;Ich bin allergisch gegen Amoxicillin und Clindamycin&#8220;, sage ich zur Arzthelferin. Sie schreibt &#8222;Penicillin&#8220; &#8230; <a href="https://fragmente.me/2009/02/hren/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>1. Ich gehe dann doch mal zum Arzt. Seit Freitag h&ouml;re ich auf dem einen Ohr nichts mehr, es sabbert, ist geschwollen und wird nicht besser.<br />
&#8222;Ich bin allergisch gegen Amoxicillin und Clindamycin&#8220;, sage ich zur Arzthelferin. Sie schreibt &#8222;Penicillin&#8220; auf die Karteikarte. Nein, sage ich, und kl&auml;re sie auf, das das nicht das gleiche und schon gar nicht dasselbe ist. Sie schreibt die Namen widerwillig auf, es ist ihr nicht wichtig. Mir schon.</p>
<p>2. Ich habe 90 Sekunden mit dem Arzt. (Statements zum Zustand des deutschen Gesundheitssystems f&uuml;gen Sie bitte eigenst&auml;ndig ein. Ruth meint, man solle froh sein, da&szlig; man &uuml;berhaupt einen Arzt sieht &#8211; in Gro&szlig;britannien, wo sie lebt, ist das wohl nicht so einfach.)<br />
Ich habe also 90 Sekunden mit dem Arzt. Er schaut mir ins Ohr, sp&uuml;lt es, schaut wieder rein, sagt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Myringitis">Myringitis,</a>  und verschreibt mir Ohrentropfen. Ich sage zwischen jeden Schritt, insgesamt also drei Mal in 90 Sekunden, da&szlig; ich allergisch gegen Antibiotika bin und keine will. Die Ohrentropfen enthielten Alkohol, meint er, das entzieht den Bakterien das Wasser.</p>
<p>3. Ich gehe in die Apotheke gegen&uuml;ber der Arztpraxis und l&ouml;se das Rezept ein. Ich frage nach den arzneilich wirksamen Bestandteilen. Ciprofloxacin, ein Antibiotikum, sagt die Apothekerin.</p>
<p>4. Ein HNO-Arzt, der nicht zuh&ouml;ren kann, und eine Frau, die sich nicht durchsetzen kann. Witzig, lacht nur mal wieder keiner.</p>
<p>5. Ich h&auml;tte mich besser vorbereiten sollen, ein geeignetes Medikament recherchieren sollen und dann sagen: das will ich. Ich h&auml;tte mi&szlig;trauischer sein sollen, h&auml;tte den Arzt an seinem &Auml;rmel festhalten und fragen sollen: was ist der Wirkstoff? Ich h&auml;tte mich in der Apotheke umdrehen und zur&uuml;ck in die Arztpraxis gehen sollen und sagen: das ist nicht richtig. <br />
H&auml;rter werden, das nehme ich mir immer wieder vor, und scheitere.</p>
<p>6. Ich bin allein, denke ich, und tue mir ein wenig selbst leid. Wenn ich mich nicht f&uuml;r mich selbst einsetze, wer tut es dann? Und selbst ich la&szlig; mich manchmal im Stich.</p>
<p>7. &#8222;Ich kenne niemanden, der so wenig allein ist wie du&#8220;, sagt Ruth, und &uuml;bertreibt ein wenig, und hat ein wenig Recht: die Lieblingskollegin h&ouml;rt mir zu, Twitter h&ouml;rt mir zu, die Fledermaus h&ouml;rt mir zu, Ruth h&ouml;rt mir zu, und allen bedeute ich etwas.</p>
<p>8. Clindamycin. Es fing mit kleinen Punkten im Dekollet&eacute; an, die sich zu Quaddeln ausbreiteten, &uuml;berall &#8211; von Kopf bis Fu&szlig;, am Venush&uuml;gel und hinter den Ohren. Meine Lippen waren geschwollen wie die von Daisy Duck, auch meine Augenlider. Dort, wo die Beine in den Rumpf &uuml;bergingen, liefen die Quaddeln ineinander in eine einzige Schwellung. Ich lag ein paar Tage in meiner Wohnung, schwindelig und halb weggetreten, was das Erinnern nicht einfach macht. Ich wei&szlig; noch, da&szlig; ich nur liegend fernsehen konnte, keine Kraft und zu viele Schmerzen hatte, um mich aufzusetzen. In den letzten f&uuml;nfzehn Jahren war ich nie so krank wie da.<br />
Das ist die Geschichte, die der Arzt h&ouml;ren sollte. Ich sehe ein, das sie f&uuml;r ihn nicht interessant und auch nicht relevant ist.</p>
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		<title>Frau F. verliert einen Zehennagel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2006 08:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Mai den gro&#223;en Zeh beim Wandern geprellt: Gestern ging der Nagel ab: Heute nach dem Duschen sah es schon besser aus:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mai den gro&szlig;en Zeh beim Wandern geprellt:<br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" title="" height="402" alt="zeh2" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/zeh2.jpg" /></p>
<p>Gestern ging der Nagel ab:<br />
<img decoding="async" title="" height="338" alt="zeh3" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/zeh3.jpg" /></p>
<p>Heute nach dem Duschen sah es schon besser aus:<br />
<img decoding="async" title="" height="372" alt="zeh" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/zeh.jpg" /></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>mein linkes Bein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2006 01:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[heute: und vor einem Jahr: Die Geschichte dazu: hart aufgeschlagen. Der dunkle Bereich unterhalb der Narbe ist immer noch ohne Gef&#252;hl. Manchmal habe ich Schmerzen im Bein; ein leichtes Pochen. Die Entscheidung, das Bein nicht operieren zu lassen, halte ich &#8230; <a href="https://fragmente.me/2006/01/mein-linkes-bein/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>heute:<br />
<img loading="lazy" decoding="async" title="" height="309" alt="linkesbein2" width="400" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/linkesbein2.jpg" /></p>
<p>und vor einem Jahr:<br />
<img loading="lazy" decoding="async" title="" height="299" alt="bein ende januar" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/bein ende januar.jpg" /></p>
<p>Die Geschichte dazu:<br />
<a href="http://fragmente.twoday.net/stories/457428/">hart aufgeschlagen.</a></p>
<p>Der dunkle Bereich unterhalb der Narbe ist immer noch ohne Gef&uuml;hl. Manchmal habe ich Schmerzen im Bein; ein leichtes Pochen. Die Entscheidung, das Bein nicht operieren zu lassen, halte ich aber immer noch f&uuml;r richtig.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>gute Frage</title>
		<link>https://fragmente.me/2005/03/gute-frage/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2005 00:25:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Wieso kannst du eigentlich nicht mal was normales haben?&#8220;, fragt mich die Kollegin. &#8222;Husten, Schnupfen, so wie andere Leute!?!&#8220; [Mit Herrn Kid kann ich nicht mithalten. Gottseidank.]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" title="" height="217" alt="augen" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/augen.jpg" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" title="" height="314" alt="blut" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/blut.jpg" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" title="" height="338" alt="waschbecken" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/waschbecken.jpg" /></p>
<p><i>&#8222;Wieso kannst du eigentlich nicht mal was normales haben?&#8220;</i>, fragt mich die Kollegin. <i>&#8222;Husten, Schnupfen, so wie andere Leute!?!&#8220; </i></p>
<p>[Mit <a href="http://kid37.blogger.de/stories/230365/">Herrn Kid </a> kann ich nicht mithalten. Gottseidank.]</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Nummer sieben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2005 06:19:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[Miss Monolog ist krank. Magen-Darm-Geschichte. Da bietet sich ein Verletzungsphoto nicht unbedingt an. Das sch&#246;ne Wort &#8222;Verletzungsphoto&#8220; habe ich &#252;brigens von Emily&#8217;s Beatbox geklaut, die bereits viel fr&#252;her &#252;ber einen Trend zu Verletzungsphotos nachdachte. Meiner Ansicht nach gibt es aber &#8230; <a href="https://fragmente.me/2005/01/nummer-sieben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://monolog.blogger.de/stories/213388/">Miss Monolog</a> ist krank. Magen-Darm-Geschichte. Da bietet sich ein Verletzungsphoto nicht unbedingt an. Das sch&ouml;ne Wort &#8222;Verletzungsphoto&#8220; habe ich &uuml;brigens von <a href="http://blog.emilybeat.de/index.php?p=145">Emily&#8217;s Beatbox</a> geklaut, die bereits viel fr&uuml;her &uuml;ber einen Trend zu Verletzungsphotos nachdachte. Meiner Ansicht nach gibt es aber keinen Trend, denn nach meinen Informationen posten bislang nur zwei Personen  Verletzungsphotos: <a href="http://ortega.antville.org/stories/1013888/ ">beyond the void</a> (1) und meine Wenigkeit (6). Und was ich tue, das kann nicht hip sein, habe ich doch schon immer zu den Uncoolen geh&ouml;rt.</p>
<p>Meine wahre Bewunderung gilt ohnehin jenen, die das Grauen allein durch Worte zu vermitteln verstehen, insbesondere: <a href="http://www.malorama.de/2005_01_01_archiv.php3#110677928808760336">Malorama.</a></p>
<p>Ihnen allen w&uuml;nsche ich: gute Besserung! Ich gehe jetzt mal den Song von VNV Nation suchen, den ich damals so klasse fand. Nicht jedoch, ohne mich mit einem Verletzungsphoto (Nr. 7!) zu verabschieden:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" title="" height="299" alt="bein ende januar" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/bein ende januar.jpg" /></p>
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		<title>und ob ich schon wanderte im finstern Tal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2005 06:07:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist sehr viel schlimmer geworden. Wenigstens sind es nicht die Masern, sondern eindeutig Nesselsucht als allergische Reaktion auf das Antibiotikum. Ich nehme jetzt ein anderes, hoffe, da&#223; ich es vertrage und hoffe weiterhin, da&#223; der H&#246;hepunkt der allergischen Reaktion &#8230; <a href="https://fragmente.me/2005/01/und-ob-ich-schon-wanderte-im-finstern-tal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" title="" height="338" alt="nesselsucht" width="450" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/nesselsucht.jpg" /></p>
<p>Es ist sehr viel schlimmer geworden. Wenigstens sind es nicht die Masern, sondern eindeutig Nesselsucht als allergische Reaktion auf das Antibiotikum. Ich nehme jetzt ein anderes, hoffe, da&szlig; ich es vertrage und hoffe weiterhin, da&szlig; der H&ouml;hepunkt der allergischen Reaktion bald erreicht ist. Das Gesicht ist komplett zugeschwollen, ich habe Lippen wie Daisy Duck und sogar die Ohrmuscheln und Augenlider sind betroffen. Die Quaddeln sind mehr oder weniger &uuml;berall, auch an so ung&uuml;nstigen Stellen wie am Venush&uuml;gel, aber so genau wollen Sie&#8217;s sicher nicht wissen.<br />
Ich hatte heute aber auch ein Quentchen Gl&uuml;ck.  Mein Gl&uuml;ck trug einen gr&uuml;nen OP-Anzug, ist die Vertretung von Dr. Zorn, hei&szlig;t Dr. Matuschek (gab es da nicht mal eine Krimiserie) und hat mich nicht aufgeschnippelt. Stattdessen hat er sich kurz, aber gr&uuml;ndlich mit mir unterhalten und ich f&uuml;hle mich schon viel besser informiert. Er sch&auml;tzt die Lage ernster ein als Dr. Zorn und hat mir strengste Bettruhe verordnet, weil das Bein nicht belastet werden soll. Er unterst&uuml;tzt mich in meinem Wunsch, um eine Operation herum zu kommen, meint aber auch, falls es schlimmer wird: Notarzt rufen, Krankenhaus, nicht z&ouml;gern. Insgesamt habe ich den Eindruck, da&szlig; er mich viel gr&uuml;ndlicher untersucht hat und nicht Pi mal Daumen, sondern mit mehr Sachlichkeit behandelt.<br />
Eine Kollegin hat mir eine Heilpraktikerin empfohlen und ich habe mir &#8211; trotz Skepsis &#8211; einen Termin f&uuml;r Donnerstag geben lassen. Ich hoffe, da&szlig; ich von ihr einen guten Rat zum Thema &#8222;Operation oder nicht&#8220; bekommen werde. Von diesen Globuli und hom&ouml;opatischen Mitteln bin ich nicht so &uuml;berzeugt, aber mich d&uuml;rstet nach einer fundierten Diagnose.</p>
<p>F&uuml;r die Genesungsw&uuml;nsche bedanke ich mich sehr herzlich!</p>
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		<title>Jetzt neu!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2005 09:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[Frau Fragmente mit Ausschlag! Nicht nur da, sondern auch im Gesicht, am R&#252;cken und an den Oberschenkeln. Vielleicht eine allergische Reaktion auf das Antibiotikum. Es ist ein schmaler Grad zwischen Selbstmitleid und Am&#252;sement. Manchmal f&#252;hle ich mich recht gut unterhalten &#8230; <a href="https://fragmente.me/2005/01/jetzt-neu/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Frau Fragmente mit Ausschlag!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" title="" height="298" alt="ausschlag" width="445" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/ausschlag.jpg" /></p>
<p>Nicht nur da, sondern auch im Gesicht, am R&uuml;cken und an den Oberschenkeln. Vielleicht eine allergische Reaktion auf das Antibiotikum. <br />
Es ist ein schmaler Grad zwischen Selbstmitleid und Am&uuml;sement. Manchmal f&uuml;hle ich mich recht gut unterhalten von der Kom&ouml;die, die mir mein Leben gerade spielt. <br />
Beruflich besch&auml;ftige ich mich seit ein paar Wochen mit einer Prozedur, die nicht das gew&uuml;nschte Ergebnis bringt. Irgendwo in der Prozedur steckt ein Fehler; ich nehme sie St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck auseinander: wo ist der Fehler?<br />
Auch in meinem K&ouml;rper scheint ein Fehler zu sein, in meiner Behandlung ist ein Fehler, in meinem Leben ist ein Fehler.<br />
Fehlersuche, jede wache Minute, und gleichsam der Gedanke, da&szlig; ich auch mit meinen Fehlern leben k&ouml;nnte.<br />
Der K&ouml;rper ist die wundersamste Maschine von allen: meistens heilt er sich, ohne da&szlig; wir verstehen, wie. Oder wo der Fehler lag.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Dr. Zorn hat es eilig.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jan 2005 03:27:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[Er ist kein unfreundlicher Mensch. Er h&#246;rt mir zu, er nimmt mich ernst in diesen vier oder f&#252;nf Minuten, die wir miteinander reden, aber bleibt immer das Gef&#252;hl, als w&#252;rde er gleich weg m&#252;ssen, als w&#252;rde er sich gleich mit &#8230; <a href="https://fragmente.me/2005/01/dr-zorn-hat-es-eilig/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist kein unfreundlicher Mensch. Er h&ouml;rt mir zu, er nimmt mich ernst in diesen vier oder f&uuml;nf Minuten, die wir miteinander reden, aber bleibt immer das Gef&uuml;hl, als w&uuml;rde er gleich weg m&uuml;ssen, als w&uuml;rde er sich gleich mit einem Kopfnicken und einem L&auml;cheln wegdrehen und verabschieden. Im Behandlungsraum gibt es einige mit einem Vorhang abgetrennte Kabinen, darin ein Stuhl und eine Liege. Ich sitze auf dem Stuhl, er steht am T&uuml;rrahmen. Keine Zeit f&uuml;r ein Gespr&auml;ch, nur ein Austausch von S&auml;tzen. Er m&ouml;chte am Dienstag das Bein ambulant in seiner Praxis operieren; das geronnene Blut herausholen, das einen Klumpen bildet und sich infiziert hat. Er sagt, ich w&uuml;rde eine Narkose bekommen und davon nicht viel mitkriegen. Ich rede davon, da&szlig; die Infektion schon sehr stark zur&uuml;ckgegangen ist. Ich rede von Risiken, die ein Eingriff immer mit sich bringt, von Narben, von versehentlichen Verletzungen von Nerven und Sehnen, von Narkoserisiken, von Medikamentenallergien. Wenn ich versuche, mich an seine Antwort zu erinnern, finde ich nur eine blanke Stelle. Ich frage ihn, was passiert, wenn man nicht operiert, auch hier fehlt mir die Antwort. Vielleicht habe ich mich nicht verst&auml;ndlich genug gemacht, ich bin aufgeregt und klinge wie ein M&auml;dchen. Ich versuche, unsere S&auml;tze zu entwirren, am Ende bleibt wenig Sachlichkeit.<br />
Er zeichnet mit Kugelschreiber einen Kreis um die Schwellung, am Dienstag will er so beurteilen, wie weit die Schwellung zur&uuml;ckgegangen ist. &#8222;Kommen Sie um elf&#8220;, sagt er, &#8222;n&uuml;chtern, und dann sehen wir, ob wir operieren m&uuml;ssen.&#8220; <br />
Er mu&szlig; weiter, schnell, die Zeit dr&auml;ngt. Zum Abschied eine Handvoll Merkbl&auml;tter, auf denen ich Worte wie Vollnarkose, Intubation, Begleitperson lese.</p>
<p>Sp&auml;ter bleibe ich  &#8211; wie in einer schlechten amerikanischen Vorabendserie &#8211; im Auto sitzen, unf&auml;hig, auszusteigen. Versunken im Gedanken, gefangen im Gef&uuml;hl. Ich habe gro&szlig;e Angst. Und vor allem habe ich gro&szlig;e Zweifel. Was passiert da und ist es wirklich n&ouml;tig? W&uuml;rde er mir auch zu dieser Operation raten, wenn er es nicht selbst in seiner Praxis durchf&uuml;hren k&ouml;nnte?<br />
Ich mu&szlig; mich f&uuml;r oder gegen eine Operation entscheiden, und ich habe nicht gen&uuml;gend Wissen, um es entscheiden zu k&ouml;nnen. Es k&ouml;nnte ein gro&szlig;er Fehler sein, sich operieren zu lassen; es k&ouml;nnte aber auch ein gro&szlig;er Fehler sein, sich nicht operieren zu lassen.<br />
Ich bin allein. Angst ist ein Luxus, den ich mir nicht erlauben kann.</p>
<p>Am Montag also die Ochsentour, mit einem schweren Joch auf den Schultern: Haus&auml;rztin, Sachlage erkl&auml;ren, ihr einen &Uuml;berweisungsschein abringen. Zu einem anderen Arzt gehen, eine zweite Meinung einholen.<br />
Eine Entscheidung f&auml;llen.</p>
<p>Es ist l&auml;cherlich, Angst zu haben, und dennoch: ich habe gro&szlig;e Angst.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Dr. Zorn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fragmente]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2005 01:26:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin dann doch zu Dr. Zorn gegangen. Erstens habe ich selbst gen&#252;gend Zorn, um jedem Doktor entgegentreten zu k&#246;nnen, und zweitens machte mein Bein mit heftigen Schmerzen darauf aufmerksam, da&#223; es gerne in &#228;rztliche Behandlung m&#246;chte. In der Nacht &#8230; <a href="https://fragmente.me/2005/01/dr-zorn-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin dann doch zu Dr. Zorn gegangen. Erstens habe ich selbst gen&uuml;gend Zorn, um jedem Doktor entgegentreten zu k&ouml;nnen, und zweitens machte mein Bein mit heftigen Schmerzen darauf aufmerksam, da&szlig; es gerne in &auml;rztliche Behandlung m&ouml;chte. In der Nacht von Samstag auf Sonntag schwoll es auf bislang nicht gekannte Gr&ouml;&szlig;e an, wurde rot und pochte. Schlaf war nur in zwei-Stunden-H&auml;ppchen m&ouml;glich. Okay, dachte ich, dann kriegt mein Bein eben seinen Willen. Ich la&szlig;&#8216; mir doch nicht die Nachtruhe versauen.<br />
Nach zweieinhalb Stunden Warten (empfehlenswert: Nicolas Bouvier, &#8222;japanische Chronik&#8220;) nahm sich Dr. Zorn vier Minuten Zeit f&uuml;r mich. In den ersten zehn Sekunden und beim ersten Blick aufs Bein diagnostizierte er eine Infektion des angeschwollenen Gewebes durch die offene Wunde. Dennoch hielt er es ungeachtet meiner Schmerzenslaute f&uuml;r n&ouml;tig, am Bein rumzudr&uuml;cken, wo die Frauen sanft gestreichelt haben. So ist das eben mit den M&auml;nnern. Schmerz kann aber auch etwas katharsisches haben.<br />
Als ich nach Hause ging, war mir etwas zum Heulen zumute. Eine Woche krankgeschrieben, das kann ich mir eigentlich gar nicht erlauben. In vielerlei Hinsicht.<br />
Ist kein gutes Jahr bis jetzt.</p>
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		<title>Verletzungsphoto (und ich geh&#8216; nicht zum Arzt)</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2005 09:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verletzungscontent]]></category>
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					<description><![CDATA[K&#252;rzlich ging der Schorf ab. Es hat ein wenig gejuckt, ich habe sanft rumgepopelt und zack, ab wars. Drunter &#8211; Eiter. Nachdem ich meine Krankheitssituation und die Tatsache, da&#223; das Bein unver&#228;ndert angeschwollen ist, drei Tage lang mit meinen m&#252;tterlichen &#8230; <a href="https://fragmente.me/2005/01/verletzungsphoto-und-ich-geh-nicht-zum-arzt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" title="" height="336" alt="beinoffen" width="310" src="https://fragmente.me/wp-content/uploads/beinoffen.jpg" /></p>
<p>K&uuml;rzlich ging der Schorf ab. Es hat ein wenig gejuckt, ich habe sanft rumgepopelt und zack, ab wars. Drunter &#8211; Eiter. Nachdem ich meine Krankheitssituation und die Tatsache, da&szlig; das Bein unver&auml;ndert angeschwollen ist, drei Tage lang mit meinen m&uuml;tterlichen Kolleginnen besprochen habe, gab es keine Ausrede mehr: ich mu&szlig;te zum Arzt gehen.<br />
Meine Haus&auml;rztin, eine nette &auml;ltere Dame ausm Osten, begutachtete ausf&uuml;hrlich das Bein und erz&auml;hlte mir 20 Minuten lang, wie schlimm und ungew&ouml;hnlich das ist und da&szlig; man da wohl nichts machen kann. Dann rief sie &#8222;Schwester Claudia&#8220;, die mir eine k&uuml;hlende Creme auf die Schwellung, eine desinfizierende Creme auf die Wunde und einen dicken Verband um die Gesamtsituation gemacht hat. Zum Abschlu&szlig; gab es eine &Uuml;berweisung an einen Unfallchirurgen namens Dr. Zorn. Auf meine kecke Nachfrage, ob der denn auch nett sei, konnte ich keine eindeutige Antwort erlangen.<br />
Bislang hat die &Auml;rztin mich jedes Mal, wenn ich bei ihr war (Halsentz&uuml;ndung u.&auml;.) zum Spezialisten &uuml;berwiesen. Damit bin ich nicht so ganz gl&uuml;cklich, weil mich das viel Zeit und Geduld kostet und die Spezialisten am Ende auch nichts machen, das nicht auch die Haus&auml;rztin h&auml;tte tun k&ouml;nnen (ein Antibiotikum verschreiben; mir die Auskunft geben, da&szlig; man da nix machen kann etc.). Dementsprechend verweigere ich mich momentan einem Besuch bei Dr. Zorn und w&auml;ge noch ab, ob ich mich mit Salben selbstmedikamentiere oder einfach gar nix mache.<br />
Positiv ist jedoch, da&szlig; sowohl die &Auml;rztin als auch &#8222;Schwester Claudia&#8220; mich so richtig bemitleidet haben, das tut ja auch mal gut. Auch hier viel mir auf, da&szlig; mein Bein auf eine Weise ber&uuml;hrt wurde, die man schon beinahe z&auml;rtlich nennen kann und f&uuml;r die keine medizinische Notwendigkeit bestand. Meine Freundinnen umarmen mich zwar jedes Mal zur Begr&uuml;&szlig;ung, aber aufgrund meiner langen Partnerlosigkeit ist es doch selten, da&szlig; mir jemand &uuml;bers Bein streicht, oder &uuml;ber den Kopf. Ich wei&szlig; erst, wenn es in solchen au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Situationen passiert, da&szlig; es mir fehlt.</p>
<p>(In meiner Jugend h&ouml;rte ich manchmal &#8222;Fettes Brot&#8220;. Ich meine mich an einen Song namens &#8222;Und ich geh&#8216; nicht zum Arzt&#8220; zu erinnern. Spukt mir im Kopf herum, zur Zeit.)</p>
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