Frau Fragmente riecht.

Es ist keine feine Gegend, in der ich wohne. Nun ja, ich verdiene ja auch wenig Geld für viel Arbeit… dafür bin ich aber auch meistens nicht daheim.
Der Mann – Armeerucksack, Tarnhose, langhaarig und mit Bart – ist mir schon zwei- oder dreimal begegnet. Jedes Mal die gleiche Situation: ich schließe ihm die Haustür auf, nachdem wir uns freundlich gegrüßt haben. (Kurz nachdem wir durch die Tür sind, summt der Türöffner).
Heute Abwandlung des Protokolls.

Frau Fragmente: „Hallo!“
Mann: „Guten Tag!“
Frau Fragmente schließt die Tür auf, Mann steht direkt neben mir.
Mann: „Sie riechen aber gut! Wie heißt denn das Parfüm?“
Frau Fragmente ist schon halb die Treppe hoch.
Frau Fragmente (verblüfft): „Danke! Aber wenn mans so sehr riecht, dann ist es vielleicht schon zu viel…“

Mann beteuert, wie toll ich rieche und folgt mir ein Stück. Ich winde mich irgendwie aus der Situation raus. Und bleibe lange nachdenklich. Weil ich jammere, daß sich niemand interessiert, aber wenn sich jemand interssiert, dann finde ichs merkwürdig.
Vielleicht muß ich zielgruppenoptimierter werden.

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