Nachdem ich gestern noch darüber schrieb, wie wunderbar ich arbeite, bin ich heute im Büro gerügt worden. Zu Recht? Ich finde natürlich nicht, und habe mich ziemlich darüber geärgert. Schattierungen von grau.
Zuhause habe ich mir die (partielle) Sonnenfinsternis angeschaut. Meine Mutter ist auch vorbeigekommen, wir saßen nebeneinander auf meinem Balkon, trugen diese komischen Sonnenfinsternis-Pappbrillen, schauten in die Unendlichkeit und aßen dabei ein Eis.
What does it mean to live a finite, fragile life in an infinite, eternal universe?
Neulich über diesen Text von mir gestolpert, mich an das Gefühl erinnert, aber keine Ahnung mehr gehabt, welche Personen da involviert war, worum es ging und warum es geknirscht hat.
Ich spüre jetzt schon, beim Tippen, wie mir der Ärger von heute aus dem Gedächtnis gleitet, auch weil ich es will. Vielleicht ist das die große Kunst: die schönen Erlebnisse präsent in der Erinnerung halten, und die hässlichen im Vergessen versinken lassen. Was spricht dagegen, solange die Differenz nicht zu groß wird?