Ich hatte heute einen schönen Tag. Ich habe meine Freundin A. in ein schönes Jugendstil-Lokal zum Mittagessen eingeladen mit anschließendem Spaziergang durch den Wald. A. ist etwas mehr als zehn Jahre älter als ich und wir haben einige Parallelen, was unsere Hauptjobs sowie unseren jeweiligen Nebenjobs als Tochter angeht. Für mich ist es immer spannend, ihre Sicht zu diesen Themen zu hören und zu sehen, wie jemand sein Leben gestaltet, der mir ein Stück voraus ist. Wir haben sehr lange über sehr vieles gesprochen, und einiges davon hallt noch in mir nach. Mir ist A. insgesamt einfach sehr sympathisch, das ist ja der Kern der Freundschaft.
Im Erwachsenenalter ist es nicht mehr so einfach, neue Freundschaften zu schließen. Ich bin sehr froh, dass A. und ich in den letzten ein- bis zwei Jahren eine so gute Verbindung aufgebaut haben. Entscheidend dafür war, dass wir Zeit füreinander gefunden haben, uns regelmäßig getroffen haben und auch weiterhin regelmäßig treffen. Mir scheint das ein Geheimnis der Freundschaft zu sein, ist aber durchaus möglich, dass das spezifisch auf mich und meine eher etwas langweilige Art zutrifft.
Schöne Tage sind immer ein bisschen langweilig zu erzählen, es fehlt der Spannungsbogen, der Konflikt, die Heldenreise. Aber ein Weblog ist ja eine Art Tagebuch, und so war mein Tag heute: schön.