Beschlossen, ab heute jeden Tag zu bloggen, 30 Tage lang. Liest zwar keine(r), aber darum geht es ja nicht. Dance like nobody is watching, blog like nobody is reading.
„Warum machen Sie das eigentlich?“
Ich weiß, was ich mir von diesem Experiment erhoffe, aber ich kann es nicht genau in Worte fassen. Ich hoffe, dass ich es nach den 30 Tagen präziser benennen kann. Schreiben ist ja auch immer Übungssache.
Heute kann ich dazu folgendes aufschreiben: manches in meinem Leben ist mir gerade zu flüchtig. Ich bin immer irgendwie unterwegs, packe Koffer ein und aus, checke in Hotels ein und eile gleich darauf wieder zum Boarding. Wasche Wäsche und beackre die To-do-Liste und bin im Meeting und bin in auf der Autobahn und wenn ich dann Zeit habe, dann habe ich die Löffel nicht mehr und scrolle viel zu lang durch TikTok. Ich lese zu wenig.
Das ist eine subjektive Klage, es ist ja auch ein subjektives Weblog. Und ja, ich weiß, dass man im Leben nie fertig wird, und dass das auch gut ist, und dass die schönen Sachen passieren, während man gerade Wäsche aufhängt oder auf der Autobahn ist.
„Things could be a lot worse!“, sagt Calvins Mutter, und Calvin sagt: „things could also be a lot better!“.
Für eine Frau, die so viele Möglichkeiten hat, bleibe ich hinter ihnen zurück.
Deshalb also 30 Tage bloggen. Das Unbehagen benennen, die Ideen sammeln, aufschreiben, was schön war und was nicht. Die Dinge festhalten Vielleicht bin ich danach schlauer, dümmer wahrscheinlich nicht.