9/30 – Jupiter

Ich war glücklich heute. Morgen vielleicht wieder?

Das Glück fühlt sich federleicht an, und macht mich stillvergnügt. Komm, wir erledigen heute ALLES!, sagt es zu mir, und ich wasche die Wäsche, hänge sie im Sonnenschein auf, mache eine Einkaufsliste, bringe den Biomüll runter, entsorge Altpapier und den gelben Sack, und gebe der Geschirrspülmaschine eine Grundreinigung, bringe das Altgals weg und schon ist die Wäsche trocken. Im Einkaufszentrum fließe ich geschmeidig and den urlaubsmüden Eltern mit ihren Kindern vorbei, alle können es kaum erwarten, dass die Schule endlich wieder anfängt. In der langen Schlange am Pfandautomaten bleibe ich gelassen und laufe dem Pärchen hinterher, das den Pfandbon hat stecken lassen (been there, done that). An der Kasse ein junger Mann, er hat auf seinem gesamten linken Arm ein Weltraummotiv tätowiert. „Schönes Tattoo!“, sage ich, und er sagt: „die Erde habe ich hier, und auf dem Rücken: Jupiter!“

Und dazwischen: wir. Unterwegs auf einem Planeten, der sich um die Sonne dreht. Ich habe daran gar nichts zu bemängeln, nur, dass mir die Tage, so wie heute, viel zu kurz sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert