Gestern Abend nach dem Bloggen noch auf dem Balkon gewesen und eine Sternschnuppe gesehen, hell und klar mitten über den Himmel düsend. Perseiden.
Was soll ich mir wünschen? In mich hineingehorcht, und eine seltsame Stille vorgefunden. Ich hab ja schon vieles erlebt, vieles gesehen, eine Menge schöner Reisen gemacht, The Cure viele Male live gesehen und auch schon mit Robert Smith geredet (okay, das ist fünfundzwanzig Jahre her, aber trotzdem), viele andere Konzerte auch, gute Bücher gelesen, und ziemlich oft sehr gut gegessen. Ich habe Karriere gemacht und kann mit großer Sicherheit sagen, dass ich wirklich nicht weiter die Leiter nach oben klettern möchte. Ich war und bin eine gute Tochter und hoffentlich auch eine gute Freundin.
Die Liebe – naja. So richtig will ich sie mir nicht wünschen. Sie ist für mich sehr intensiv, wirbelt alles durcheinander, kein Passatwind, sondern ein handfester Sturm ohne Halt und Gleichgewicht.
Eine Zeitlang war mein Wunsch, dass alles so bleibt, wie es ist. Wenig ist so vergeblich, wie sich dies zu wünschen. Ich habe wohl doch meinen Frieden damit gemacht, dass Veränderung das einzige ist, was bleibt.
Felix felicis, der Glückstrank, einen Tropfen nur hier und da in Vorhaben, die mir wirklich wichtig sind. Auf dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gelingen, und vielleicht auch mit ein bisschen Leichtigkeit.
Ich freue mich, dass Sie sich als gute Tochter sehen und das sind. Es tut so unendlich weh, wenn man alles versucht das zu sein aber einsehen muss, dass es einfach nicht funktioniert. Es berührt mich gerade so sehr, das zu lesen. Ich lasse meine Eltern aktuell final im Stich, sie sind über 75 Jahre alt und ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll. Es ist leider am Ende so, dass ich meinem Sohn eine genug gute Mutter sein muss und leider sind beide Anforderungen nicht unter ein paar Fittiche zu bringen. Aber er kann alleine noch nicht. Ich nehm dann auch einen Schluck, wenn ich darf. Den Wunsch kann ich nennen.