Besuch von der zauberhaften Sarah. Nebeneffekt: die Wohnung ist jetzt sehr sauber und der Kühlschrank gut befüllt.
Über alles geredet: die Arbeit, den Sommer, unsere älter werdenden Eltern, das Verschwinden des Middle Managements, das Leben auf dem Dorf, Handwerker, Nachhaltigkeit, die Klimakrise, Tromsø, unsere Urlaubspläne und die Herausforderung, als Regisseurin des eigenen Lebens inmitten aller Verpflichtungen Raum für uns selbst zu schaffen.
Lange am Tisch gesessen, dann auf dem Balkon, und schließlich eine Runde um das Dorf spaziert. Über uns ein Segelflieger, und Sarah fragt, ob ich das schon mal ausprobiert habe. Ja, habe ich – und es hat mir nicht gefallen. Ich fliege recht gerne in Linienflugzeugen, aber die Unmittelbarkeit des Segelfliegens, nur getragen durch Aerodynamik, getrennt vom Boden durch ein paar Millimeter Blech, das war nichts für mich. Dafür hänge ich zu sehr am Leben, und bin – ich erwähnte es bereits – ziemlich beleidigt, weil es irgendwann mal enden wird.
„Ich glaube nicht, dass es dann zuende ist“, sagt Sarah, und lächelt. „Du kannst es dir ja auch noch einmal überlegen, woran du glaubst.“
Gute Wort von Sarah!
Schöner Beitrag. 🙂