Gibt es einen Zusammenhang zwischen Glück und Lebensleistung?

Wenn mich jemand fragt, „bist du glücklich?“, dann neige ich dazu, Lebensleistungen oder auch das Nichterreichen solcher aufzulisten. Ich sage dann, ja, ich liebe meinen Beruf, ich habe Freude an meinem Tun, das Netz meiner Freundschaften ist dicht, und nein, das mit meiner Partnerlosigkeit und all den anderen –losigkeiten, das falle doch nicht allzu sehr ins Gewicht.
Auch bei der Abschätzung des Glückszustandes anderer Leute stelle ich dieses Aufrechnen meinerseits fest, zum Beispiel: beruflich gescheitert, dafür hochtalentiert und mit Kind – rein rechnerisch im positiven Bereich.

Das ist dumm und anmaßend von mir.

Dahinter steckt der Versuch, Glück zu einer berechenbaren Komponente zu machen. Dabei ist es ja ein Gefühl, also etwas, das unabhängig von rationalen Gründen eintritt – oder auch nicht. Im Umkehrschluß, wie ich in meinem vorletzten Beitrag erkenne muß, bezieht sich auch der Schwermut nicht auf objektive Tatsachen und Situationen. Es tritt eben ein, das Glück oder der Schwermut, egal wie es um einen herum aussieht.

Man kann versuchen, Voraussetzungen für das Eintreten des Glücks zu schaffen. Hier greift tatsächlich die Statistik und die Wahrscheinlichkeit läßt sich erhöhen. Erzwingen aber kann man nichts.

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Nachtrag: Lebensleistung. Was für ein Wort. Ich find`s auch eklig, aber wie will man es sonst bezeichnen?

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