Apropos schamlos.
Wie Sie ja wissen, bin ich allein. Ungefähr einmal im Jahr schlafe ich mit einem Mann, und dieses Jahr war schon.
Ich bin also allein, und wie Sie vielleicht aus eigener Erfahrung wissen, hat man dennoch Bedürfnisse. Diesen Bedürfnissen zollte ich am Samstag abend Beachtung – manchmal muß man eben selbst Hand anlegen. Jedenfalls, gegen Ende jener Prozedur hat es sich ergeben, daß ich ein paar unkontrollierte Laute ausstoßen mußte, vielleicht lauter als gewöhnlich.
An sich kein Problem, denn im eigenen Schlafzimmer darf man ja wohl Schlafzimmerdinge tun, und ich würde das hier auch nicht erzählen, hätte ich nicht vor ein paar Tagen festgestellt, daß die Wand, die mein Schlafzimmer von dem des jungen türkischen Ehepaares trennt, aus Rigips ist. Komisch, daß mir das erst jetzt aufgefallen ist, aber man läuft ja nicht durch die Wohnung und lehnt sich an die Wände, außer neulich, als ich mir die Schuhe angezogen habe und merkte, oh, die Wand ist ja ganz dünn.
Ich liege also so im Bett, die Welt tritt langsam wieder in meinen Fokus, und ich denke: upps, das war aber ganz schön laut. Da kommen aus dem Schlafzimmer des jungen türkischen Paares plötzlich Laute, die meinen sehr ähnlich sind. Es ist möglich, wenn auch unwahrscheinlich, daß die beiden zu just jenem Zeitpunkt einer ähnlichen Tätigkeit nachgegangen sind wie ich. Für wahrscheinlicher halte ich, daß es sich für einen Wink mit den Zaunpfahl seitens des Ehepaares handelt.
Ich werde also langsam rot, überlege mir, was man dann wohl zueinander sagt, wenn man sich das nächste Mal im Treppenhaus begegnet, seufze dann und setze mich vor die Glotze.
Beim Zappen fällt mir auf: Länderspiel Deutschland gegen Georgien. Das 1:0 für Deutschland fällt zeitlich genau mit den Lauten aus der Nachbarwohnung zusammen…
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ich lese. live!

Location: ein Piercingstudio. Näheres dazu bei Bandini.
schamlos
945 Tage online, 720 Beiträge. Bislang hielt ich nichts davon, das hier in irgendeiner Weise kommerziell auszunutzen – Befindlichkeitsweblogs eignen sich ohnehin nur eingeschränkt, um Produkte zu bewerben.
Nun ja. Um nicht lange drum herum zu reden: ich hab bald Geburtstag, und ich würde mich freuen, wenn mir jemand was schenkt. Wer mag, könnte dem Geschenk sogar eine persönliche Botschaft hinzufügen. Ich würde mich revanchieren – mit einem Dankeskärtchen in Papier- oder Weblogform zum Beispiel…
Blond
Der ziemlich scharfe Typ, der kürzlich bei mir auf der Arbeit war und ein sehr kompliziertes Gerät erklärt hat. Seinen Namen zieren zwei Buchstaben. Er hatte Charme, er hatte ein Leuchten, mir war zum seufzten.
Das einzige, was mich dann doch ein wenig… nunja. Auf der unteren Hälfte seiner weinroten Krawatte befanden sich eine ganze Menge blonder Haare, und ich verfluche mein Gehirn, das beim Anblick dieser Haare sofort Assoziationsketten geformt hat.
Blonde Haare. Frauenhaare.
Ein Frauenkopf an seinem Bauch.
Unter welchen Umständen würde eine Frau ihren Kopf ausgerechnet dorthin legen? Sofa? Auto?
Auto. Und ein wenig wie von einer Perücke sehen die Haare ja auch aus.
Um die Ecke von meiner Arbeitsstelle ist übrigens ein großer, überregional bekannter und von der Polizei geduldeter Straßenstrich.
jetzt
wäre mal ein guter Zeitpunkt für ganz viele Kommentare.
mein liebster Spam.
Die sakral-poetische Version:
Dear Friend,
Greetings to you in the name of our heavenly God. This mail might come to you as a surprise and the temptation to ignore it as unserious could come into your mind; but please, consider it a divine wish and accept it with a deep sense of humility. My name is Zita Harris.
Die porno-poetische Version (Stilmittel: Wortwiederholung, Lieblingsausdruck „unser kleiner Seeelefant“):
Dicke Weiber wollen es hart besorgt bekommen!!
Sie lässt sich geil lecken und feucht f**. Dann ist sie schon so geil, daß sie anfängt geil zu schwitzen und sie weiß wirklich, wie man mit dem Mund arbeitet.
Dann legt sich aber unser kleiner Seeelefant auf den Rücken und lässt sich ordentlich durch****
Fettpolster so weit du gucken kannst. Da hast du mehr zum anfassen, als du dir
je erträumt hast.
Frau F. fährt nach Duisburg

Trotz Stadtplan war die Anfahrt irgendwie suboptimal. Umso schöner dann die Gesellschaft: nachzulesen beim Flußkiesel, beim Prospero, beim Küper, und bei Ludger, der übrigens wunderschöne Bilder mit 3D-Grafikprogrammen macht, die mir als Science-Fiction-Fan natürlich besonders gut gefallen.
Ansonsten habe ich einen Text probegelesen, was ganz gut geklappt hat. Den zweiten Text konnte ich leider aus Zeit- und Aufmerksamkeitsgründen nicht mehr lesen, so daß ich dafür noch ein Testpublikum bräuchte… Mit dem Text, den ich in Hannover gelesen habe, hätte ich dann dreie beisammen.
heute!
Klitzekleines Bloggertreffen in Duisburg. Wir sind wohl zu fünft und haben noch Platz, gerne auch für Nichtblogger.
Ich lese vielleicht was, so zur Probe. Bei den 712 Beiträgen aus den letzten 928 Tagen sind auch zwei oder drei dabei, die nicht depressiv, sondern sogar ein wenig heiter sind.
geradeheraus
Meine Träume sind immer so straightforward; zeigen mir gnadenlos die Spalten und Lücken, Risse und Löcher in meinem Leben.
Es gibt nicht genügend Spachtelmasse auf der Welt.
(ohne Titel)
Ich kann warten.