lifestyle

„Worüber schreibst du?“, fragt er.

„Ach“, sage ich, „ach. Ist ’ne komische Zeit in meinem Leben. Ich bin fertig mit der Uni und habe angefangen zu arbeiten, die Routine macht sich breit. Aufstehen – fernsehen – schlafengehen. Ich habe den Eindruck, wenn ich nicht jetzt etwas an meinem Lebensstil verändere, dann ist es zu spät. Vieles ist ja schon festgelegt, meine Vorlieben und Abneigungen und so weiter. Aber jetzt könnte ich noch etwas verändern, später, so glaube ich, wäre die Veränderung übergestülpt, nur Augenwischerei.“

„Aber wie soll sie denn aussehen, die Veränderung?“

„Das ist der Knackpunkt. Es ist ja schon ein relativ gutes Leben. Aber eine höhere Lebensqualität könnte ich mir auch vorstellen. Nur nicht so im Detail.“

„Ich versteh‘ dich nicht.“

„Ja. Ich bin irgendwie merkwürdig.“

Verwandlungen

„In welchem Weblog habe ich kürzlich diesen interessanten Text gelesen?“, dachte ich.

Es ging um den Künstler Genesis P.Orridge und seine Frau Jackie Breyer, die sich über einen Zeitraum von 10 Jahren durch Hormone und Schönheitsoperationen verwandeln ließen: er wurde zur Frau, sie wurde zum Mann.
Sehr radikal, kein Zweifel, aber diesen Gedanken finde ich interessant: daß es auf dem Weg vom Mann zur Frau und von der Frau zum Mann einen Punkt gegeben haben muß, an dem sie gleich waren.

Es war in gar keinem Weblog, stellte ich fest, sondern in der Taz.

zotiger Witz von unerwarteter Stelle

Zur Aufklärung von Molekülstrukturen verwendet man ein Gerät, das einen starken Magnet besitzt, so stark, daß in der Regel ein eigenes Gebäude für diesen Magnet gebaut wird.
Vor ein paar Jahren habe ich einen Kurs zu diesem Thema besucht. Ich stand in dem Raum, in dem der Magnet untergebracht war; das Kleingeld in meiner Hosentasche wurde magnetisch angezogen und meine Hose beulte sich aus. Die Kommilitonen um mich herum bewunderten diesen Effekt, da sagte der Professor:

„Jetzt wissen Sie, wie sich die Männer fühlen“.